Faltenunterspritzung

Faltenunterspritzung: eine sanfte Anti-Aging-Methode

Eine glatte und straffe Haut steht für Gesundheit, Jugend und Vitalität und kann durch Faltenunterspritzung wieder hergestellt werden. Kein Wunder also, dass die Haut eine ganz besondere Rolle im Anti-Aging spielt. Schließlich zeigen sich die ersten Anzeichen für die Hautalterung bei den meisten Menschen schon in der Mitte des zweiten Lebensjahrzehnts. Der Grund: In diesem Alter verlangsamt sich die Regeneration der Zellen. Der genaue Zeitpunkt, wann dieser Prozess eintritt, ist im individuellen Fall sehr unterschiedlich, da auch viele äußere Faktoren eine Rolle spielen. Doch sobald die Haut erst einmal an Elastizität verloren hat, bilden sich üblicherweise die ersten Falten und die Haut wirkt trockener. Dieser Prozess lässt sich jedoch mit verschiedenen Verfahren, beispielsweise der PRP-Eigenbluttherapie, die auch in unserem Studio angeboten wird, bis zu einem gewissen Grad aufhalten und sogar umkehren.

Eine weitere Möglichkeit, mit der sich auch in einem reiferen Alter die jugendliche Schönheit der Haut wieder herstellen lässt, ist die Faltenunterspritzung. Diese wird jedoch in der Regel nicht von Kosmetikstudios angeboten, sondern von Fachärzten durchgeführt. Das liegt daran, dass vor der Faltenunterspritzung eine gründliche Voruntersuchung und nach der Behandlung gegebenenfalls eine medizinische Nachbetreuung notwendig ist.

Was ist eine Faltenunterspritzung?

Bei der Faltenunterspritzung handelt es sich um eine ambulante Behandlung, durch welche sich die Falten im Gesicht reduzieren lassen. Um diesen Effekt zu erreichen, werden unter die Oberfläche der Haut verschiedene Substanzen injiziert. In erster Linie werden Falten im Bereich von Mund, Nase und Stirn damit behandelt. In diesen Abschnitten stellt die Behandlung, die oft auch als liquid lift bezeichnet wird, eine gute Alternative zur Hautstraffung oder zum Lifting dar. Diese Eingriffe gehören in den Sektor der operativen Faltenentfernung und sind mit einem wesentlich größeren Behandlungsaufwand verbunden. Für eine Faltenunterspritzung entscheiden sich die Patienten meist dann, wenn sie unter einzelnen, tiefen Falten im Gesicht leiden. Diese lassen sich mit sanfteren Methoden oft nur ungenügend korrigieren oder kaschieren, weil es sich in diesen Fällen um einen tiefer gehenden Schaden an der betroffenen Stelle handelt.

Faltenunterspritzung Hyaluron

Die bessere Alternative stellt hier meist eine Art Aufpolstern der Falten dar. Bei der Faltenunterspritzung wird also eine Substanz im Bereich der Falte injiziert, wodurch sich die Haut insgesamt auf ein einheitliches Niveau angleicht.

Welche Substanzen werden verwendet?

Die Faltenunterspritzung wird etwa seit den 1950er Jahren für kosmetische Behandlungen genutzt. In den ersten Jahren experimentierten die Ärzte mit Substanzen wie flüssigem Silikon oder Paraffinöl, die heute jedoch verboten sind. Denn diese Mittel bargen zahlreiche Gefahren für die Gesundheit der Patienten. So konnte es zu schweren Infektionen ebenso kommen, wie zu allergischen Reaktionen oder Deformationen an der behandelten Stelle. Heute steht eine Vielzahl von Wirkstoffen zur Verfügung, die jeweils unterschiedliche Eigenschaften haben. Dabei wird zwischen resorbierbaren und nicht-resorbierbaren Wirkstoffen unterschieden. Erstere lösen sich im Laufe der Zeit auf, wodurch eine Auffrischung notwendig wird.

Nicht-resorbierbare Substanzen wie Silikon oder Aptos-Fäden werden allerdings inzwischen ebenfalls nicht mehr verwendet. Diese sogenannten Dauerimplantate können sowohl zur Knötchenbildung führen, als auch Allergien auslösen. Zudem besteht bei diesen Substanzen das Risiko, dass die Haut im Lauf der Zeit an Elastizität verliert und ganze Hautpartien schneller erschlaffen können. Weil die Dauerimplantate außerdem auf ihrer Position verbleiben, können sie nach einigen Jahren sogar unästhetisch wirken, weil sich Haut und Gesicht der Patienten ja permanent verändern.

Bewährt haben sich für die Faltenunterspritzung hingegen folgende fünf resorbierbare Substanzen:

Hyaluronsäure

Diese Substanz ist auch im menschlichen Körper als Bestandteil des Bindegewebes vorhanden, wo sie eine wichtige Rolle bei zahlreichen biochemischen Vorgängen spielt. Unter anderem trägt sie zur Speicherung von Wasser bei. Wie viel Flüssigkeit dieser Stoff binden kann, ist abhängig von seiner Dichte. Für die Faltenunterspritzung werden Hyaluronsäuren verwendet, die aus Hahnenkämmen stammen und biotechnisch aufbereitet wurden. Angeboten wird dieser Stoff in unterschiedlichen Dichten. Während für die Faltenunterspritzung von feinen Fältchen an Augen und Lippen Hyaluronsäuren mit geringer Dichte verwendet werden, wird der Wirkstoff in großer Dichte benötigt, wenn beispielsweise die Lippen konturiert werden sollen. Der Fremdstoff wird in einem Zeitraum von etwa drei bis neun Monaten wieder abgebaut und gilt als nicht allergieauslösend. Verwendet werden soll er nicht bei Personen, die auf Hühnereiweiß überempfindlich reagieren.

Kollagen

Bei Kollagen handelt es sich um ein sogenanntes Struktureiweiß, das im menschlichen Körper Teil des Bindegewebes ist. Gewonnen wird die Substanz für die Faltenunterspritzung aus Rinderhaut und wird vorwiegend für kleine Falten genutzt. Abgebaut wird dieser Wirkstoff, der in der EU übrigens nicht mehr angeboten wird, innerhalb von neun Monaten.

Poly-L-Milchsäure

Die synthetisch hergestellte Poly-L-Milchsäure ähnelt der Milchsäure, die im menschlichen Körper vorkommt. Die Glättung der Hautoberfläche bewirkt Poly-L-Milchsäure ebenso wie Hyaluronsäure durch die Einlagerung von Wasser im Bindegewebe. Verwendet wird dieser Wirkstoff vor allem, wenn eine großflächige Faltenunterspritzung durchgeführt wird, beispielsweise, wenn eingesunkene Wangen ausgeglichen werden sollen. Der positive Effekt einer Faltenunterspritzung mit Poly-L-Milchsäure bleibt etwa zwei Jahre lang erhalten.

Botox

Das Nervengift Botox wird für die Faltenunterspritzung genutzt, wenn etwa Krähenfüße, die sogenannte Zornesfalte oder die Nasolabialfalte behandelt werden sollen. Botox verhindert, dass sich die Muskulatur unter der Haut nicht mehr zusammenziehen kann, wodurch sich die Haut entspannt. Die Wirkung hält bis zu sechs Monate lang an.

Botox

Eigenfett

Für die Faltenunterspritzung mit Eigenfett wird zunächst Fett aus dem Körper des Patienten abgesaugt. Anschließend muss es für die Injektion aufbereitet werden. Genutzt wird das Eigenfett, wenn mittelstarke bis starke Falten ausgeglichen werden können. Wie lange der positive Effekt nach der Faltenunterspritzung anhält, ist von Patient zu Patient höchst unterschiedlich. Die Bandbreite reicht von einigen Wochen bis hin zu mehreren Jahren.

So läuft die Behandlung ab

Obwohl eine besondere Vorbereitung auf die Faltenunterspritzung nicht notwendig ist, empfiehlt sich ein ausführliches Vorgespräch mit dem behandelnden Arzt. Dieser kann den Patienten ausführlich über die verschiedenen Möglichkeiten der Faltenunterspritzung informieren.

Die eigentliche Behandlung erfolgt ambulant, gegebenenfalls wird der Patient auf Wunsch in der jeweiligen Gesichtspartie örtlich betäubt, bevor die Injektion erfolgt. Üblicherweise ist ein stationärer Aufenthalt nicht notwendig, der Patient kann die Praxis oder die Klinik sofort nach dem Eingriff verlassen.

Welche Nachsorge ist notwendig?

Patienten, die sich einer Faltenunterspritzung unterziehen, sollten in den ersten Tagen auf Sport verzichten. Eventuelle Rötungen und Schwellungen lassen sich mit kalten Kompressen oder Salben behandeln. Sicherheitshalber kann auch ein Arzt konsultiert werden, um auszuschließen, dass sich eine Infektion im Körper ausbreitet oder es zu Überempfindlichkeitsreaktionen kommt, was in seltenen Fällen möglich ist.